„2018 ist das entscheidende Jahr für Europa“, so Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán in seiner Rede vor den Topmanagern der größten deutschen Unternehmen am Mittwoch in Berlin. Der Regierungschef war Ehrengast und Hauptredner des WELT-Wirtschaftsgipfels in Berlin. In seiner Rede betonte er, dass das Schengener Abkommen jetzt geschützt werden müsse, „wenn wir Europas Wettbewerbsfähigkeit erhalten oder vielmehr weiter stärken wollen“.

„Mitteleuropa hat auf dem Gebiet der Infrastruktur immense Rückstände aufzuholen, hier gibt es noch viel zu tun. Für den Bau neuer Straßen und Leitungen brauchen wir Mittel. „Wenn die EU keine finanzielle Unterstützung zur Verfügung stellen kann, wenden wir uns an China“, zitierte der stellvertretende Staatssekretär im Presseamt des Ministerpräsidenten, Bertalan Havasi, den Ministerpräsidenten der Ungarischen Presseagentur MTI gegenüber.

Viktor Orbán betonte zudem, dass die vier Visegrád-Länder ein außerordentlich dynamisches Wachstum aufweisen: bis 2030 werden sie zu den westlichen Industrienationen aufgeschlossen haben und Nettozahler des EU-Haushalts werden. „Die Europäische Union werden 2030 überwiegend Deutschland und die Visegrád-Länder finanzieren”, so Viktor Orbán.

Zur Migrationskrise sagte er, 2018 müsse in Europa das Jahr werden, in dem dem Willen des Volkes zur Geltung verholfen wird. Zudem ging er auf die Wichtigkeit des Schutzes der EU-Außengrenzen ein.

Die auf dem WELT-Wirtschaftsgipfel vertretenen Unternehmen verzeichnen einen Jahresumsatz von insgesamt ca. 800 Milliarden Euro, das ist etwa das Siebenfache des ungarischen Bruttoinlandsprodukts, so der Sprecher. Zusammen zählen sie etwa drei Millionen Beschäftigte.

(MTI & Botschaft)